One up (1)

Neben all dem kritischen Geschreibsel auf diesem Blog soll es ja auch mal positiv zugehen und so gibt es jetzt eine neue Kategorie namens One up. Voll fetzig, voll bento, voll 4.0.

one_up

Heute:

Frankreichs zurückgetretene Justizministerin Christiane Taubira.

Warum?

Weil Frau Taubira die mehr als fragwürdigen Verfassungsänderungen der Regierung Hollande nicht mittragen will. Diese sehen u.a. einen Entzug der Staatsbürgerschaft für französische Terrorverdächtige (ein Vorschlag des Front National, der auch prompt applaudierte) sowie eine Verankerung des Notstands in der Verfassung vor (siehe z.B. hier). Ziemlich harter Tobak für einen Rechtsstaat.

Taubira stand nicht gerade für law and order, setzte trotz aller Proteste die Ehe für Homosexuelle durch und wagte es sogar einmal, die Marseillaise öffentlich nicht mitzusingen. An ihr könnte sich bswp. der hiesige Justizminister Maas ein Beispiel nehmen, der – die Älteren werden sich erinnern – die umstrittene Vorratsdatenspeicherung seinerzeit rundheraus ablehnte. Dann aber änderte er seine Meinung, weil sein Chef es so wollte und musste sich für diesen Gefallen von Gabriel auch noch dumme Sprüche um die Ohren hauen lassen („Selbst aus Heiko Maas wird noch ’n anständiger Innere-Sicherheits-Politiker.“).

Als Minister kann man alles schlucken und zur Tagesordnung übergehen. Oder gehen.

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