Monthly Archives: October 2014

Europa legt Konjunkturprogramm auf – für Dschihadisten

Heute findet sich auf den Nachdenkseiten ein Link zur BZ, die bereits vor über einem Monat berichtete, dass laut Jana Hybášková, der EU-Botschafterin im Irak, europäische Staaten dem Islamischen Staat (IS) Öl zum Schnäppchenpreis abkaufen. Welche Staaten das genau sind, wollte Hybášková nicht sagen. Continue reading Europa legt Konjunkturprogramm auf – für Dschihadisten

Theatergruppe CDU2017 inszeniert den Faust

Die Gruppe „CDU2017“ hat für ihren großen Auftritt unter anderem Friedrich Merz aus der Requisite hervorgezaubert und will jetzt mächtig Eindruck schinden. Bühne frei für Jens Spahn, den Initiator des Ganzen: „Die Gretchenfrage ist, ob wir endlich mal die Kraft zu Reformen haben, während es uns noch gut geht.“ Lexikalisch gesehen ist das natürlich keine Gretchenfrage und schon gar nicht die Gretchenfrage; das wäre nämlich die nach der Religion. Aber vielleicht ergibt Spahns Frage trotzdem mehr und einen anderen Sinn, als er so denkt. Continue reading Theatergruppe CDU2017 inszeniert den Faust

TISA und seine echt guten Freunde

Zäh und zahlreich, diese Freihandelsabkommen. Der Gegenwind für TTIP hat seit meinem letzten Artikel zum Thema deutlich zugenommen, da habe ich also alles richtig gemacht. CETA hingegen ist inzwischen fertig verhandelt, veröffentlicht und zeigt schon mal, was in ihm steckt. In Europa regt sich jetzt Unmut z.B. darüber, wie die EU vor Kanada eingeknickt ist und den Import des dreckigen Öls aus Teersanden doch nicht erschweren wird, weil die Importeure die Herkunft des Rohöls nicht wie ursprünglich geplant angeben müssen. Das ist doch mal eine wirklich zukunftsweisende Strategie, um unabhängiger von russischem Gas zu werden und die Klimaziele umzusetzen. Glückwunsch! Continue reading TISA und seine echt guten Freunde

Gute Nachricht: In 20-30 Jahren geht es aufwärts!

Die neue Wachstumsprognose ist da! Und wieder mal lagen die Experten daneben und müssen ihr Konjunkturbingo aus dem Frühjahr deutlich korrigieren. Wie immer halt. Aber natürlich können sie wenig für ihre falschen Prognosen; es kommt einfach immer irgend etwas dazwischen – meistens die Realität. Im aktuellen Fall sind die Russen schuld (geht immer), außerdem die wegbrechende Nachfrage im europäischen Ausland (ohne Kohle lässt sich schlecht einkaufen) und unsere linksradikale Regierung, die mit Geschenken wie Mindestlohn oder Mietpreisbremse die Konjunktur abwürgt. Die empfohlenen Maßnahmen sind altbekannt: Deregulierung und Steuern für Unternehmen senken. Brillant! Machen wir zwar schon längst, aber egal.

Neu hingegen ist die Erkenntnis, dass die Bundesregierung mehr Geld ausgeben soll. Darauf sind sie in Deutschland bisher noch nicht gekommen und schließen sich damit in sehr gemäßigter Form der Linie der Wirtschaftsnobelpreisträger an, die Angela Merkel Ende August für ihre Politik in der Euro-Krise heftigst abgewatscht haben. Das Ohrfeigengewitter, das die deutsche Kanzlerin in Lindau kassierte, fand in in ungewöhnlicher Schärfe auch seinen Weg in das CDU-Fanzine DIE WELT. Continue reading Gute Nachricht: In 20-30 Jahren geht es aufwärts!